"Einmal Erde und zurück" Kapitel: Die Schneider (Auszug)
Ein Haus, ein Garten, die Nachbarn keiner sieht es ihm an. Auch er selbst würde sich nicht wiedererkennen, wenn es für ihn denn das Erkennen gäbe. Hier haben sie das Erkennen. Dort gab es das nicht, etwas nicht zu kennen, zu wissen. Jede kennt jeden, würde man in dieser Sprache sagen. Doch ist dies nur eines von dem Vielen, welches anders ist und dies wird der Versuch sein, Dir das Leben aus seiner Sicht zu zeigen.
Hier gibt es Geschlechter. Und ich frage mich, kommt es vom schlecht sein oder vom schlachten? Oder "sex" in der gebräuchlicheren Sprache. Und das dürfen die Menschen nicht laut sagen, sonst sind
sie gar böse, und böse sein iist etwas wofür sie isoliert werden, doch wenn ich es genau beobachte sind viele erst böse, weil sie isoliert werden. Hier ist alles geteilt, es gibt eine Ursache und
eine Wirkung, das bekommt jeder institutionell nicht lang nach der Geburt als Programm installiert. Das heißt Physik und ist ein Dogma ihrer derzeitigen Religion. Unklar wie es sich für ihre
Religion gehört, streiten einzelne Sekten darüber welches jeweils die Ursache und was die Wirkung ist, das wird gern alle paar Jahrzehnte im Glaubenssatz getauscht. Damit sie so leicht zu
progrmmieren sind werden sie in Krankenhäusern nach der Geburt auf ihr Geschlecht überprüft. Entspricht ein Teil nicht exakt dem Handbuch wird das Menschenjunge zu einem der beiden Standards
zurechtgeschnitten, dabei sind die Schneider manchmal daran interessiert, die späteren Betreuer an der Wahl für einen Standard zu beteiligen. Hierzu zeigen sie den Betreuern Bilder von Menschen,
die den Krankenhäusern davon gekommen sind oder deren Schneider nicht schneiden wollten oder schlecht gearbeitet haben. Diese Bilder werden dann als schrecklich dargestellt und allerlei
unglückliche Inkompatiblitäten heraufbeschworen. Oft allerdings sparen sie sich die Diskussion, denn sie wissen eh immer besser was sie wie am besten abschneiden oder umschneidern. Weil sich die
Schneider nicht mit dem Programmieren auskennen und ihnen nicht bewußt ist, daß es durch die Geschlechtsveränderung Wechselwirkungen mit dem erdgegebenen Programm gibt, richten sie großes Unheil
an. Das zeigt sich aber meistens erst 15 oder 30 Jahre später und die Schneider erfahren davon nicht mehr, und so schneiden sie guten Willens weiter und nehmen der Erde die Vielfalt und einigen
Menschen die Möglichkeit, ihr seelisch zu ihnen gehörendes Gegenstück zu finden. Das ist für ihre Gesellschaft und für die Einzelnen sehr nachteilig, da der Mensch, wenn er sein Gegenstück nicht
findet, sehr wirr wird. Schließlich verwendet er fast all seine Zeit mit dem Thema Einswerdung, als Sex, Liebe, Religion usw. Wie Mond und Erde voneinander getrennt wurden und nun andauernd
umeinander kreisen so versuchen die Anhänger beider Geschlechter zueinanderzufinden, was sollten sie auch sonst hier tun. (Sie befinden sich in einem Körper der nicht ausreichend stabil ist
gegenüber den Veränderungen die sich in ihrer Umwelt duch Verwertung von Raummüll ergaben).